Amnesty International VR China Koordinationsgruppe

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VR China Koordinationsgruppe

05.01.2017

Anwalt Jiang unter Hausarrest: Verdacht der Aufwiegelung zur Subversion

Ende November 2016 verschwand Rechtsanwalt Jiang Tianyong. Er war auf dem Weg von Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, zurück in die Landeshauptstadt Beijing. In Changsha hatte er die Frau eines inhaftierten Menschenrechtsanwalts besucht. Nun wurde er selber Opfer der Repressionen der chinesischen Behörden. Für Wochen war sein Schicksal unklar. Ende Dezember teilten die chinesischen Behörden seinem Schwiegervater mit, Herr Jiang würde unter "residential surveillance in a designated location", einer Form von Hausarrest, festgehalten, weil man ihn der "Aufwiegelung zur Subversion" verdächtigt. Wo Herr Jiang sich befindet ist bis heute unklar.

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15.12.2016

Huang Qi erneut inhaftiert

Es gibt leider Anlass für eine Eilaktion zugunsten von Huang Qi, ein Menschenrechtsaktivist, für den sich AI in den vergangenen 16 Jahren schon häufig eingesetzt hat. Er wurde am 28.11.2016 festgenommen, und es nicht bekannt wohin er verbracht wurde. Andere Personen, die gleichzeitig festgenommen wurden, berichteten, dass er auf Basis strafrechtlicher Vorwürfe festgenommen wurde. Offensichtlich sind auch andere Familienmitglieder von Repressionen betroffen. Die 83-jährige Mutter von Huang Qi soll am 30.11. in ein Krankenhaus verbracht worden sein. Auch bei ihr ist aktuell nicht bekannt, wo sie sich aufhält.

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29.08.2016

Politischer Häftling hat Hungerstreik beendet

Über 100 Tage war Guo Feixiong in Hungerstreik. Nun gibt es neue Informationen, die man bedingt als positiv ansehen kann: Herr Guo wurde in ein anderes Gefängnis verlegt und eine bessere Behandlung versprochen. Er hat daraufhin seinen Hungerstreik abgebrochen. Sein Gesundheitszustand ist aber nach einem so langen Hungerstreik schlecht und er wird im Gefängniskrankenhaus behandelt. Auch ändert diese Änderung der Situation nichts daran, dass er lediglich deswegen inhaftiert wurde, weil er gewaltfrei von seinen Menschenrechten Gebrauch gemacht hat. Die Forderung nach seiner sofortigen und bedingunglosen Freilassung bleiben daher aktuell.

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04.08.2016

Verfolgung gegen Menschenrechtsanwälte eskaliert: Erste Urteile

Über ein Jahr nach Beginn einer breit angelegten Repressionskampagne gegen Menschenrechtsanwälte eskalieren die Behörden ihre Maßnahmen. Am 3. August wurde der Anwalt Zhou Shifeng der Subversion für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Trotz der schwerwiegenden Anschuldigungen dauerte die Gerichtsverhandlung vor dem 2. Mittleren Volksgericht von Tianjin weniger als einen Tag.

Während dieser Woche wurden auch zwei Menschenrechtsverteidiger verurteilt. Hu Shigen soll wegen Subversion mit 7,5 Jahren Haft bestraft werden. Zhai Yanmin wurde ebenfalls der Subversion für schuldig befunden und zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Die Rechtsanwältin Wang Yu,deren Festnahme die Repressionskampagne am 9. Juli 2015 einleitete, wurde offensichtlich auf Bewährung freigelassen. Ihr droht aber weiterhin eine strafrechtliche Verfolgung.

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02.08.2016

Politischer Häftling weiterhin im Hungerstreik

Der gewaltlose politische Gefangene Yang Maodong, der eher unter sein Pseudonym Guo Feixiong bekannt ist, ist weiterhin in Untersuchungshaft. Seine Schwester konnte ihn am 21. Juli 2016 im Yangchun Gefängnis besuchen. Die Informationen sowohl bezüglichen seines Gesundheitszustandes als auch der Behandlung im Gefängnis sind weiterhin beunruhigend. Guo Feixiong soll nur noch 51 kg schwer sein und kaum mehr laufen können. Laut seiner Schwester wurde er mehrfach zwangsernährt und wird immer wieder von Gefängniswärter aber auch Mithäftlingen misshandelt.

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Ein Jahr später: Anhaltende Repressionen gegen Anwälte

Vor einem Jahr, am 9. Juli 2015, wurde die Menschenrechtsanwältin Wang Yu in den frühen Morgenstunden festgenommen. Sie ist bis heute unter dem Vorwurf in Haft, die staatliche Sicherheit gefährdet zu haben. Ihr Mann Bao Longjun wurde später ebenfalls festgenommen. Die Behörden werfen ihm "Aufwiegelung zum Umsturz der Regierung" vor. Damit drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Sogar der gemeinsame Sohn blieb nicht von Repressionen der chinesischen Behörden verschont.

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