Xinjiang: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

In der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang in China wurden in den vergangenen Jahren hunderttausende Angehörige muslimischer Minderheiten inhaftiert und gefoltert. Millionen Muslim werden außerdem systematisch überwacht. Amnesty International hat mit mehr als 50 ehemaligen Lagerinsass über ihre Haftbedingungen gesprochen. Auf Grundlage des neuen Berichts „Like We Were Enemies in a War“ fordert die Menschenrechtsorganisation die Schließung dieser Lager und appelliert an die internationale Gemeinschaft, geschlossen zu handeln, um diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden.

Uiguren, Kasachen und andere vornehmlich muslimische ethnische Minderheiten in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang in China werden systematisch und massenhaft inhaftiert, gefoltert und verfolgt. Dieses Vorgehen der chinesischen Regierung kommt Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich. Dies stellt Amnesty International in einem neuen Bericht fest.

Der 160-seitige Bericht mit dem Titel „‚Like We Were Enemies in a War‘: China’s Mass Internment, Torture, and Persecution of Muslims in Xinjiang“ enthält Dutzende Zeugenaussagen von ehemaligen Inhaftierten. Sie beschreiben, wie die chinesischen Behörden versuchen, die religiösen Traditionen, kulturellen Praktiken und lokalen Sprachen der muslimischen ethnischen Gruppen in der Region zu eliminieren. Unter dem Deckmantel der „Terrorismusbekämpfung“ geraten Uiguren, Kasachen, Hui-Chinesen, Kirgisen, Usbeken und Tadschiken ins Visier.

Amnesty International hat Aussagen von ehemaligen Häftlingen und Informationen über aktuelle Fälle von Inhaftierten veröffentlicht. Die Aussagen und Informationen zeugen von systematischer Folter und Erniedrigung.

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