Li Qiaochu: Erneut festgenommen, weil sie über Folter berichtet hat

Die prominente Menschenrechtsverteidigerin Li Qiaochu wurde am 06.02.2021, kurz vor dem Neujahrsfest, von der Polizei abgeführt. Laut einem Dokument, das ihre Eltern unterschreiben sollten, könnte ihr eine Anklage wegen des „Versuchs die Regierung zu Stürzen“ drohen. Es kann vermutet werden, dass Frau Li festgenommen wurde, wile sie die Folterungen und Misshandlungen im Haftzentrum des Bezirks Linshu an die Öffentlichkeit bringen wollte. Da sie seit einem Monat ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten wird, besteht die Sorge, dass ihr Folter oder andere Misshandlungen drohen, da sie weiterhin keinen Zugang zu ihrer Familie oder einem Anwalt ihrer Wahl hat.

Bitte beteiligen Sie sich an der deutsch-sprachigen Eilaktion oder an der englisch-sprachigen Eilaktion zugunsten von Li Qiaochu!

[AKTUALISIERUNG] Seit der Veröffentlichung der Eilaktion hat Amnesty International (AI) erfahren, dass die Staatsanwaltschaft Frau Li nun offiziell wegen des Verdachts der „Aufwiegelung zum Umsturz der Regierung“ Ermittlungen aufgenommen hat. Berichten zufolge wird sie mittlerweile im Volkskrankenhaus von Linyi festgehalten, was weiteren Anlass zur Sorge um ihre Gesundheit gibt.