Razzia bei der Hongkong Zeitung Apple Daily: ein dreister Angriff auf die Pressefreiheit

Als Reaktion auf die Verhaftung von fünf leitenden Angestellten und die Beschlagnahme von journalistischem Material während einer Polizeirazzia in der Hongkonger Zeitung Apple Daily am 17.06.2021 erklärte Yamini Mishra, Regionaldirektorin für Asien-Pazifik bei Amnesty International:

„Mit diesem jüngsten dreisten Angriff auf einen seiner schärfsten Medienkritiker verstärken die Hongkonger Behörden ihr Vorgehen gegen die Pressefreiheit und verwenden den Vorwand der ’nationalen Sicherheit‘, um dies zu rechtfertigen.“

Apple Daily gilt als eine der kritischen Medienorganisationen in Hongkong. In den frühen Morgenstunden des 17.06.2021 nahmen die Hongkonger Behörden fünf leitende Angestellte fest. Laut einem Sprecher der Hongkonger Polizei wurden sie wegen ihrer Rolle bei der Veröffentlichung von mehr als 30 Artikeln festgenommen, in denen das Ausland aufgefordert wurde, Sanktionen zu verhängen. Alle wurden auf Grundlage des Nationalen Sicherheitsgesetz von Hongkong angeklagt, „mit einem fremden Land oder mit externen Elementen zusammengearbeitet zu haben, um die nationale Sicherheit zu gefährden“.