Hongkonger auf Basis des Gesetzes zur Nationalen Sicherheit angeklagt

Die Behörden in Hongkong haben entschieden, dass der studentische Aktivist Tony Chung nicht auf Kaution freigelassen wird, nachdem er Basis des Gesetzes zur Nationalen Sicherheit angeklagt wurde. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die Unabhängigkeit Hongkongs angestrebt zu haben.

Der Leiter des China-Teams von Amnesty International, Joshua Rosenzweig, erklärte dazu:

„Die Angriffe auf die Menschenrechte in Hongkong wurden ein weiteres Mal verschärft, indem ein friedlicher Studentenaktivist allein deshalb angeklagt und inhaftiert wurde, weil die Behörden mit seinen Ansichten nicht einverstanden sind. Die gegen Tony Chung erhobene Anklage entlarvt einmal mehr die Verachtung der Hongkonger Regierung für die Meinungsfreiheit und das Recht auf Dissens.“

Tony Chung, ein ehemaliger Leiter der von Studenten geführten Gruppe Studentlocalism, wurde am 29.10.2020 nach dem Gesetz zur Nationalen Sicherheit in Hongkongs wegen Sezession, Geldwäsche und Verschwörung zur Veröffentlichung aufrührerischen Materials angeklagt. Er ist die zweite Person, die nach dem repressiven Gesetz seit seiner Verabschiedung am 30.6.2020 angeklagt wird. Die zweite Person ist der Gründer der Zeitung Apple Daily, Jimmy Lai. Chung wurde die Kaution verweigert, nachdem er heute vor Gericht erschienen war.

Für mehr Informationen siehe: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2020/10/hong-kong-secession-charge-for-student-activist-is-latest-attack-on-freedom-of-expression/