China verschärft die Unterdrückung vor dem 30. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der 1989er Bewegung

Die chinesischen Behörden müssen eine Welle der Verfolgung beenden, die sich gegen diejenigen richtet, die an die Opfer der Niederschlagung des Protestbewegung von 1989 erinnern wollen, fordert Amnesty International vor dem 30. Jahrestag des Blutvergießens mit.

In den letzten Wochen hat die Polizei Dutzende von Aktivisten, die den Ereignissen von damals gedenken wollen, sowie Angehörige der Getöteten festgenommen, unter Hausarrest gestellt oder ihnen Repressionen angedroht.

Hunderte, wenn nicht Tausende unbewaffneter Demonstranten und Zivilisten wurden getötet, als Soldaten am 3. und 4. Juni 1989 das Feuer auf und um den Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) in Peking eröffneten. Es war ein brutaler Schritt hin zur vollständigen Unterdrückung einer landesweiten Protestbewegung, die politische Reformen einforderte.

„30 Jahre nach dem Blutvergießen müssen die Opfer und ihre Familien endlich Gerechtigkeit erfahren. Staatspräsident Xi Jinping hält aber weiterhin an der alten Lesart der damaligen Ereignisse fest, versucht diese aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen und verfolgt mit brutalen Methoden diejenigen, die nach der Wahrheit über die Tragödie suchen“, sagte Roseann Rife, Direktorin von Amnesty International für Research in Ostasien.

„Die chinesische Regierung muss akzeptieren, dass noch so harte Repressionen werden niemals das Grauen dieses Massakers vergessen lassen, das auf dem und um den Platz des Himmlischen Friedens stattgefunden hat. Ein erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit wäre, den Menschen in China, einschließlich älterer Eltern, deren Kinder bei der Niederschlagung getötet wurden, endlich das Gedenken an die Opfer des 4. Juni zu gestatten.“

Für weitere Informationen siehe: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2019/05/tiananmen-crackdown-30-anniversary/